Festlich gedeckter Gartentisch mit mehreren Kuchen, Blumen und viel Grün.

Der Apfelkuchen stand schon auf dem Tisch, als sie zum Geburtstag ihrer Mutter kam. Dicke Streusel, Zimt, saftige Äpfel und vermutlich genügend Butter, um einen Kleinwagen damit abzuschmieren.

Sie hatte allerdings beschlossen, keinen Kuchen zu essen.

Dieser Entschluss war ungefähr 18 Minuten alt und auf der Autofahrt entstanden, also noch vergleichsweise frisch. Am Abend zuvor hatte sie im Restaurant Tiramisu gegessen. Deshalb wollte sie heute „ein bisschen aufpassen“.

Rund um den Kaffeetisch nahm der Nachmittag währenddessen seinen ganz normalen familiären Verlauf. Ihre Mutter schnitt Kuchenstücke in einer Größe, die sie selbst als „ganz klein“ bezeichnete. Tante Ingrid hatte bereits Käsekuchen und Apfelkuchen auf dem Teller und ließ sich gerade Sahne geben. Unter dem Tisch hatte der Hund eine strategisch günstige Position bezogen und beobachtete jede Gabelbewegung mit einer Konzentration, die man sich bei manchen Menschen im Berufsleben wünschen würde.

Als ihre Mutter mit dem Kuchenmesser bei ihr angekommen war, lehnte sie dankend ab.

„Für mich keinen.“

Ihre Mutter hielt mitten in der Bewegung inne und sah sie an, als hätte sie sich verhört.

„Was?“

„Ich nehme heute keinen Kuchen. Ich möchte gerade ein bisschen abnehmen.“

Für einen kurzen Moment herrschte diese besondere Stille, die in Familien entsteht, wenn jemand etwas sagt, das zwar weder gefährlich noch sensationell ist, aber trotzdem sofort eine Grundsatzdiskussion auslösen wird.

Ihre Mutter betrachtete sie noch einmal.

„Aber du hast doch Geburtstag.“

„Du hast Geburtstag, Mama.“

„Eben. An meinem Geburtstag wird Kuchen gegessen.“

Damit war die mütterliche Argumentation offensichtlich abgeschlossen. Logische Einwände waren für diesen Nachmittag nicht mehr vorgesehen.

Vom anderen Ende des Tisches mischte sich Tante Ingrid ein und empfahl, einfach die Sahne wegzulassen. Das wäre vermutlich ein brauchbarer Hinweis gewesen, hätte vor ihr nicht gerade ein Sahneberg gelegen, hinter dem man Teile des Käsekuchens kaum noch erkennen konnte.

„Ich esse Sahne auch nur ganz selten“, erklärte sie.

Die Schwester warf einen Blick auf ihren Teller.

„Heute offenbar dreimal.“

„Heute ist Geburtstag.“

Offenbar verfügten Geburtstage in dieser Familie über eine eigene Stoffwechselgesetzgebung.

Die Mutter stellte ihrer Tochter trotzdem einen leeren Teller hin. Nicht aufdringlich, eher mit jener ruhigen Entschlossenheit, mit der Mütter Dinge vorbereiten, von denen sie längst wissen, dass sie später gebraucht werden.

„Falls du es dir anders überlegst.“

Das war keine Frage. Es war Infrastruktur.

Sie trank ihren Kaffee und tat so, als interessiere sie der Kuchen nicht weiter. Das gelang ungefähr acht Minuten.

Dann fiel ihr auf, dass der Apfelkuchen innen besonders saftig aussah. Nicht dass sie ihn beobachtet hätte. Natürlich nicht. Sie registrierte es lediglich zufällig, während sie in genau diese Richtung schaute.

Irgendwann fragte sie ihre Schwester, ob er eigentlich so gut sei wie im vergangenen Jahr.

„Sehr gut.“

Sie nickte beiläufig und wechselte das Thema.

Fünf Minuten später erkundigte sie sich, ob Mandeln in den Streuseln seien.

Ihre Schwester sah sie inzwischen mit wachsendem Interesse an.

„Keine Ahnung.“

„Und viel Zimt?“

Jetzt legte sie die Gabel hin.

„Möchtest du vielleicht noch wissen, wo der Apfel aufgewachsen ist?“

„Ich interessiere mich einfach.“

„Du interessierst dich seit zehn Minuten intensiver für diesen Kuchen als für meine Kinder.“

Spätestens jetzt begannen die anderen wieder zuzuhören.

Die Mutter bot an, ihr „nur ein ganz kleines Stück“ abzuschneiden, worauf Tante Ingrid ebenfalls zu einer halben Portion riet. Ihre Schwester betrachtete Ingrids Teller kurz und stellte fest:

„Ingrid, dein halbes Stück hat die Fläche des Saarlands.“

Der Hund, der bislang geduldig unter dem Tisch gewartet hatte, setzte sich daraufhin demonstrativ neben den Kuchen und blickte erwartungsvoll nach oben.

„Siehst du“, sagte die Mutter, „wenigstens einer hier macht kein Theater.“

Und wie das auf Familienfeiern so ist, dauerte es keine zwei Minuten, bis sechs Erwachsene gemeinsam darüber diskutierten, ob Kuchen nun eigentlich dick mache.

Tante Ingrid war überzeugt, selbst gebackener Kuchen sei grundsätzlich weniger schlimm. Der Schwager hielt dagegen, dass ein Spaziergang danach praktisch alles ausgleiche. Die Mutter erklärte, früher habe es „den ganzen Quatsch“ nicht gegeben und trotzdem seien alle schlank gewesen.

Ihre Tochter erinnerte sie daran, dass sie 1986 vier Wochen lang Kohlsuppe gegessen hatte.

„Das war etwas völlig anderes.“

„Was denn?“

„Das war modern.“

Nach fast einer halben Stunde hatte die Frau, die keinen Kuchen essen wollte, noch immer keinen Kuchen gegessen. Dafür wusste sie inzwischen, welche Apfelsorte verwendet worden war, wie viel Butter ungefähr in den Streuseln steckte und dass Tante Ingrid fest davon überzeugt war, Zimt kurbele „irgendwas mit dem Stoffwechsel“ an.

Schließlich schob ihre Schwester den Teller zu ihr.

„Iss.“

„Ich will gar nicht mehr.“

„Doch.“

„Woher willst du das wissen?“

„Weil du seit einer halben Stunde mit diesem Kuchen in einer Beziehung bist.“

Da musste sie lachen.

Sie nahm sich ein Stück, probierte und schwieg.

„Und?“

„Ich möchte nicht darüber reden.“

„Warum?“

„Weil er ausgezeichnet ist und ich gerade dreißig Minuten meines Lebens mit Widerstand verschwendet habe.“

Der Apfelkuchen war wenige Minuten später gegessen.

Der Versuch, ihn nicht zu essen, hatte fast eine halbe Stunde gedauert.

Und genau darin steckt etwas, das beim Abnehmen erstaunlich selten besprochen wird:

Der Kuchen, den wir nicht essen, kann erstaunlich viel Platz einnehmen.

Kuchen essen und trotzdem abnehmen: Wenn daraus plötzlich eine Charakterfrage wird

Eigentlich ist Kuchen eine überschaubare Angelegenheit. Er passt auf einen Teller, wird gegessen und hinterlässt ein paar Krümel. Was wir gedanklich daraus machen, kann erheblich größer werden.

Hatte ich gestern nicht schon etwas Süßes? Muss das jetzt sein? Wenn ich Kuchen esse, sollte ich heute Abend weniger essen? Warum nimmt Helga schon das zweite Stück und sieht trotzdem aus, als hätte sie seit 1997 dieselbe Kleidergröße?

Und schon soll ein Stück Apfelkuchen Auskunft über Willenskraft, Konsequenz und den Erfolg eines ganzen Tages geben. Das ist viel Verantwortung für Mehl, Eier und Butter.

Vor einer Scheibe Vollkornbrot geschieht das eher selten. Niemand blickt morgens auf sein Frühstück und denkt: „Wenn ich dieses Brot jetzt esse, zeigt sich endgültig, was für ein Mensch ich bin.“

Beim Käsekuchen ist die innere Ethikkommission erstaunlich schnell beschlussfähig.

Kunden verbieten – Verbote sind hervorragende Werbefachleute

Eine Freundin erzählte mir einmal, seit sie beschlossen habe, keine Schokolade mehr zu essen, kenne sie in jedem Supermarkt den exakten Standort sämtlicher Schokoladenregale.

Vorher hatte sie diese Fähigkeit nicht.

Plötzlich war Schokolade überall. Neben der Kasse, an der Tankstelle, im Café zum Cappuccino und selbstverständlich zu Hause in jenem Küchenschrank, in dem noch eine halbe Tafel lag, deren Existenz bis zum offiziellen Verbot erfolgreich verdrängt worden war.

Ein freiwilliges Nein fühlt sich anders an. Man sitzt im Café, schaut in die Vitrine und denkt: Heute möchte ich keinen Kuchen. Dann bestellt man Kaffee, erzählt eine Stunde lang und hat die Sache vergessen.

Keine Heldentat, keine Medaille, keine Pressekonferenz.

Das Nein war einfach ein Nein.

Schwierig wird es dort, wo aus „Ich möchte nicht“ ein „Ich darf nicht“ wird. Das eine ist eine Entscheidung, das andere bringt seinen eigenen Aufpasser mit.

Kuchen essen – Willkommen beim Ernährungsfinanzamt

Viele Menschen führen innerlich ein Konto, von dem ihre Bank nichts weiß.

Pizza am Freitagabend wird ebenso zuverlässig verbucht wie Kuchen am Sonntag. Besonders gründlich scheint die Behörde bei Sahne zu arbeiten.

Ich stelle mir den zuständigen Sachbearbeiter als schmalen Herrn mit Halbmondbrille vor.

„Zwei Kugeln Eis?“

Er macht einen Vermerk.

„Mit Sahne?“

Er nimmt die Brille ab.

„Das hätten Sie vielleicht gleich sagen können.“

Am Montag folgt die Prüfung.

„Wir hätten da noch Fragen zum Mittwoch.“

„Was war Mittwoch?“

„Sie wissen ganz genau, was Mittwoch war.“

„Das Eis?“

„Das Eis.“

„Ich war im Urlaub.“

Der Prüfer blättert ungerührt weiter.

„Das ändert nichts an der Sahne.“

Und schon beginnt die Rückzahlung. Frühstück kleiner, mittags möglichst Salat, abends vielleicht gar nichts, obwohl der Magen inzwischen eine andere Auffassung von der Lage hat.

Natürlich kann man nach einem üppigen Essen am nächsten Tag weniger Hunger haben. Dann ergibt leichteres Essen Sinn. Etwas anderes ist es, die nächste Mahlzeit als Wiedergutmachung zu benutzen.

Essen ist kein Darlehen.

Und ein Stück Torte verlangt keine Tilgungsrate.

Kuchen beim Abnehmen: Wenn die Abkürzung über Niederwiesen-Oberdorf führt

Manchmal möchte man Kuchen, entscheidet sich aber dagegen und startet zu Hause eine erstaunliche Ersatzroute: Joghurt, ein paar Nüsse, ein Apfel und später zwei Kekse.

Irgendwo zwischen Nüssen und Keksen stellt man fest, dass der Kuchen gedanklich immer noch da ist.

Nicht jeder kennt solche Situationen. Wer sie kennt, weiß allerdings, wie absurd sie werden können. Man wollte ein Lebensmittel vermeiden und hat dafür vier andere gegessen.

Das erinnert an Menschen, die im Auto sagen: „Ich kenne eine Abkürzung.“

Zwanzig Minuten später fährt man über eine einspurige Landstraße, der Handyempfang ist verschwunden und vor einem bewegt sich ein Traktor mit zwölf Kilometern pro Stunde Richtung Niederwiesen-Oberdorf.

Der Fahrer bleibt optimistisch.

„Ist doch schön hier.“

Niemand im Auto findet es schön.

Man wollte nach Hause.

Mit manchen Essensumwegen ist es ähnlich. Nicht jedes Verlangen sollte automatisch erfüllt werden. Aber wenn man genau weiß, worauf man Lust hat, kann die ehrlichere Frage lauten: Will ich wirklich darauf verzichten oder versuche ich gerade nur, den Kuchen über drei Dörfer zu umfahren?

Wer solche Situationen rund um Süßes häufiger erlebt, findet genau diesen Gedanken auch in meiner Zuckerfrei-Formel für Frauen ab 45 wieder. Dort geht es nicht um die nächste Verbotsliste, sondern darum, typische Heißhunger-Momente und die Gewohnheiten dahinter besser zu erkennen.

Das gefährlichste Dessert steht auf keiner Speisekarte

Es heißt: „Jetzt ist es sowieso egal.“

Eine Frau erzählte mir von einer Familienfeier, auf der sie sich fest vorgenommen hatte, keinen Nachtisch zu essen. Dann wurde Tiramisu gebracht.

Sie nahm ein kleines Stück und dachte noch während des Essens: „Na toll. Jetzt habe ich es wieder nicht geschafft.“

Später kam noch etwas Süßes dazu. Am nächsten Tag ebenfalls.

„Das Wochenende war sowieso schon gelaufen.“

Als sie davon erzählte, musste sie selbst lachen.

„Eigentlich verrückt. Dieses kleine Tiramisu hat Samstag und Sonntag komplett ruiniert.“

Was für eine Karriere. Am Nachmittag noch eine harmlose italienische Nachspeise, am Sonntag bereits verantwortlich für den Zusammenbruch eines kompletten Wochenendes.

Dabei war das Tiramisu längst gegessen. Geblieben war der Gedanke danach.

Ein Dessert endet irgendwann am Boden der Schale. „Jetzt ist es sowieso egal“ kann noch beim Abendessen mitreden und schließlich den Montag zum offiziellen Tag des Neustarts erklären.

Dabei reicht meist etwas viel Unspektakuläreres: Das Tiramisu war das Tiramisu. Die nächste Mahlzeit darf wieder eine ganz normale Mahlzeit sein.

Zwei Frauen im Café und bemerkenswert wenig Drama

Vor einiger Zeit beobachtete ich in einem Café zwei Frauen am Nachbartisch. Die eine hatte Käsekuchen bestellt, die andere nur Kaffee. Sie redeten, lachten, und die Frau mit dem Kuchen ließ am Ende sogar einen kleinen Rest liegen.

Interessant war vor allem, was nicht geschah.

Keine sagte: „Du kannst dir das leisten.“ Keine erklärte, sie sei gerade streng. Niemand lobte sich für Disziplin oder entschuldigte sich für Sahne.

Der Kuchen war ungefähr so wichtig wie der Milchschaum auf dem Cappuccino.

Vielleicht sieht Gelassenheit beim Essen manchmal genau so aus. Man entscheidet sich für etwas oder dagegen, ohne daraus eine Pressekonferenz zu machen.

Der Dienstag ist wichtiger als Tante Giselas Geburtstag

Wenn du deine typischen Heißhunger-Momente genauer erkennen und verstehen möchtest, welche Gewohnheiten sie immer wieder verstärken, findest du dazu auch konkrete Schritte in meiner Zuckerfrei-Formel für Frauen ab 45.

Wer abnehmen möchte, erinnert sich oft genau an besondere Gelegenheiten: den Kuchen am Sonntag, das Eis am See, die Pizza beim Italiener.

Dabei besteht unser Leben größtenteils aus Dienstagen.

Aus Frühstück, Einkäufen, Mittagspausen und jenen Abenden, an denen man um 20.34 Uhr den Kühlschrank öffnet und feststellen muss, dass Senf, ein halber Parmesan und zwei traurige Möhren auch mit sehr viel Fantasie noch kein Abendessen ergeben.

Gerade diese unspektakulären Tage prägen unsere Gewohnheiten.

Wer etwas verändern möchte, gewinnt deshalb mehr, wenn er die wiederkehrenden Situationen anschaut: Wann bekomme ich besonders häufig Lust auf Süßes? Wie satt macht mich mein Mittagessen? Esse ich aus Hunger, Genuss, Langeweile oder schlicht deshalb, weil etwas vor mir steht?

Das klingt weniger aufregend als ein neues Sieben-Tage-Programm, ist aber näher am wirklichen Leben.

Kuchen beim Abnehmen: Eine Frage vor dem ersten Bissen

Beim nächsten Kuchen könnte eine einzige Frage interessanter sein als zehn Verbote:

Wenn ich wüsste, dass ich diesen Kuchen ohne schlechtes Gewissen essen dürfte, würde ich ihn dann wirklich wollen?

Manchmal lautet die Antwort eindeutig Ja. Dann kann man ihn essen und hoffentlich feststellen, dass er die Sache wert war.

Manchmal sieht die Torte in der Vitrine großartiger aus, als der eigene Appetit tatsächlich ist. Dann kann ein Nein genauso leicht sein.

Interessant ist weniger, ob man sich für Kuchen entscheidet, sondern ob die Entscheidung wirklich die eigene ist.

Kuchen könnte ruhig wieder ein bisschen langweiliger werden

Mit 45, 50 oder 60 haben die meisten Frauen genügend Ernährungstipps gesammelt, um damit vermutlich einen eigenen Aktenschrank zu füllen.

Dass Gemüse sinnvoll ist, dürfte sich herumgesprochen haben. Ebenso, dass drei Stück Torte mehr Energie enthalten als eines.

Schwieriger ist häufig etwas anderes: Essen wieder aus der Dauerbeobachtung zu entlassen.

Nicht jede Mahlzeit braucht eine Bilanz und nicht jedes Dessert einen Gegenspieler. Ein gelegentliches Stück Kuchen muss weder gefeiert noch bereut werden.

Vielleicht wäre es sogar ein Fortschritt, wenn Kuchen wieder etwas langweiliger würde: manchmal hervorragend, manchmal trocken, gelegentlich genau richtig und hin und wieder etwas, auf das man überhaupt keine Lust hat.

Mehr muss er nicht sein.

Vor allem muss er nicht darüber entscheiden, ob der Tag gelungen ist oder ob am Montag ein neues Leben beginnen soll.

Dann könnte man auf dem nächsten Geburtstag wieder das tun, wofür Geburtstage ursprünglich erfunden wurden: feiern, erzählen, lachen und gelegentlich unter den Tisch schauen, ob der Hund inzwischen die Serviette wieder ausgespuckt hat.

Häufige Fragen

Darf ich Kuchen essen, wenn ich abnehmen möchte?

Ein einzelnes Stück Kuchen entscheidet nicht darüber, wie sich dein Gewicht entwickelt. Wichtiger sind die Gewohnheiten, die sich über viele Tage und Wochen wiederholen. Ein gelegentliches Stück bei einer Feier oder im Café ist deshalb etwas anderes als Süßes, das jeden Tag ganz selbstverständlich nebenbei gegessen wird.

Warum denke ich besonders viel an Süßes, sobald ich darauf verzichten möchte?

Verbote können unsere Aufmerksamkeit auf genau das richten, was wir vermeiden wollen. Das muss nicht bei jedem Menschen so sein, kommt aber häufig vor. Deshalb lohnt sich neben der Frage „Was möchte ich weniger essen?“ auch die Beobachtung, wann das Verlangen besonders stark wird und was diesem Moment vorausgeht.

Was kann ich tun, wenn ich nach einem Stück Kuchen denke: Jetzt ist sowieso alles egal?

Behandle das Stück als einzelne Entscheidung und nicht als Urteil über den ganzen Tag. Du musst danach weder hungern noch etwas ausgleichen. Die nächste Mahlzeit kann einfach wieder so aussehen, wie sie sonst auch aussehen würde.

Bildnachweis: Illustrationen mit KI erstellt

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